Kreatives Schreiben und Yoga

On 7. November 2010, in Kreativität, by intarix

Kreatives Schreiben und Yoga

In den meisten Fällen sportlicher oder meditativer Neuerungen, schwappen diese aus den USA nach Deutschland herüber. Umso erfreulicher ist es, dass sich seit kurzer Zeit zwei sehr beliebte Freizeit-Beschäftigungen zu einem neuen Trend vereinen, der seinen Ursprung hier im Land gefunden hat: Die Kombination aus kreativem Schreiben und Yoga.

Kurse gibt es an immer mehr Orten und zum Teil auch bereits in reichhaltiger Form. Sie werden sowohl im Einzelunterricht als auch gemeinsam in der Gruppe von unterschiedlichen Anbietern offeriert.

schreiben entspannt

Das Schreiben ist inzwischen für zahlreiche Menschen ein entspannendes und sehr beliebtes Hobby geworden. Auch Yoga erfreut sich heute mit seinen vielfältigen Varianten einer großen Beliebtheit.

Nicht ohne Grund, denn für all diejenigen, welche zur inneren Ruhe kommen und gleichzeitig ihrer Gesundheit und körperlichen Beweglichkeit etwas Gutes tun wollen, ist Yoga eine hervorragende Wahl der meditativen Sportlichkeit.

Angesichts der Tatsache, dass sowohl das Schreiben von Gedichten, Geschichten, Märchen oder anderen Abhandlungen ebenso eine geistige Regung benötigt als auch das Ausführen der unterschiedlichen Übungen des Yogas, erstaunt es nur wenig, dass sich nun ein neuer Trend durchsetzt, der genau diese beiden beliebten Tätigkeiten in sich vereint.

Die Vorbereitung mit Yoga

Begonnen wird solch ein Schreib-Yoga-Kurs mit Yoga. Durchschnittlich dreißig Minuten lang wird durch das bewusste Atmen und Bewegen, unter der Anleitung einer Yoga-Lehrerin oder eines Yoga-Lehrers, der alltägliche Stress abgeschüttelt.

Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, die heute bei den meisten Frauen und Männern mal mehr, mal weniger stark vorhanden sind, können aufgrund der körperlichen und geistigen Übungen, wie etwa den Asanas, gelockert werden.

Zudem ermöglicht es die Ausübung von Yoga die Beweglichkeit bis ins hohe Alter beibehalten zu können, ein angespanntes Nervenkostüm wieder zu beruhigen, sanft die Muskeln zu stärken und so manche stressbedingten psychischen Symptome zu lindern.

Das kreative Training

Derart vorbereitet, wird nach dem Kursteil Yoga mit einem Schreibcoach für das kreative Training des Gehirns gesorgt. Ob man sich hierbei im Geschichtenschreiben üben oder den persönlichen Erlebnissen und inneren Bildern eine sprachliche und geschriebene Entfaltung geben möchte – alles ist bei diesem Teil des Trendkurses Yoga/Kreatives Schreiben möglich.

Zwanglos sind die Abläufe, denn der Alltagsstress soll gerade bei solch einem Kurs nicht mit hinein transportiert werden. Vielmehr zeigt sich, dass viel Imagination, Fantasiereisen und das spielerische Erlernen des Schreibens im Vordergrund stehen.

Ruhe, Entspannung, Beweglichkeit und das gute Gefühl seine Gedanken auf Papier bringen zu können, lassen somit aus zwei beliebten Freizeitbeschäftigungen eine Kombination werden, die sicherlich auch in Deutschland recht populär werden wird.

Gelassenheit, Fitness und Kreativität

Noch werden derartige Kurse nicht in jeder Stadt angeboten, allerdings lohnt es sich gerade in den Erwachsenenschulen nachzufragen, ob nicht die Möglichkeit der Einführung solch eines Kurses besteht.

Denn eines ist sicher: Wer sich seiner durch die Yoga-Übungen bewusst ist und dann auch noch die gesammelten und somit konzentrierten Bilder im Kopf aufschreiben kann, hat so manch einem hektischen, unkreativen und angespannten Zeitgenossen einiges voraus: Gelassenheit, mehr Fitness und mehr Kreativität, die sich übrigens, mit etwas Übung, auf fast jeden Bereich des Lebens übertragen lässt.

 

4 Responses to Kreatives Schreiben und Yoga

  1. gruppli sagt:

    Find ich sehr interessant. Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, wie ich einen Kreativen Schreibkurs mit Qigong verbinden könnte. Wenn die Körperübungen befreiend wirken, kann sich das auf den Schreibfluss auswirken. Das Thema ‘Körper erleben’ und ‘Körper beschreiben’ bietet sich natürlich an. Vielen Dank.

  2. Marina Poljaric sagt:

    Yoga ist genau das richtige um zum Entspannen, wobei Schreiben eine Art geistiger Freiheit schafft. Alle beide praktizierende Kuenste haben denaturiran gleichen Effekt auf die geistige Freiheit und Zustand des Koerpers also Entspannheit. Gute Kommbination zum Erreichen des idealen Zustand des Geistes und Koerpers.

  3. Markus sagt:

    Ich mache zwar kein Yoga. Aber ich versuche vor dem Schreiben auch immer in eine meditative Stimmung zu verfallen. Bei mir ist das vielleicht ein wenig verweltlichter. Aber ich atme tief durch schaffe mir eine ruihe Arbeitsumgebung um zu schreiben.

  4. Arne Tietz sagt:

    Interessante Kombination, Yoga und Schreiben.
    Auch wenn ich weiß, dass Yoga eine effektive Möglichkeit der Entspannung ist, bin ich persönlich eher ein Freund anderer Möglichkeiten zur Entspannung.
    Das Schreiben geht um einiges leichter von der Hand, wenn ich entspannt bin. Der Zugang zu der eigenen inneren Welt, d.h. ganz bei sich zu sein, ist wichtig für kreatives Schreiben.
    Wenn ich mal zu weit “draußen” bin, dann komme ich durch die Übung der Inneren Achtsamkeit wieder nach “innen”.
    Wenn ich aber neue Themen oder Ideen finden möchte, setze oder lege ich mich hin, stelle mir eine Frage, etwa “Was ist ein gutes Thema, welches ich verwenden kann?” oder “Was wäre die beste Art, dass Thema X bei meinen Klienten zu besprechen?”, und lasse mich durch Atem-Entspannung auf das ein, was aus den Tiefen meines Bewusstseins herauf kommt.

    Wie bei vielen Bereichen des Lebens, so sollte auch bei Entspannung, jeder das nehmen, was ihm liegt. Bei meinen Klienten hatte bisher jeder unterschiedlich auf die von mir vermittelten Entspannungsverfahren reagiert, sei es Autogenes-Training, Progressive-Muskel-Entspannung oder Atem-Entspannung.
    Wem Yoga liegt, und er/sie entsprechende Übungen gut in seinen/ihren Alltag integrieren kann, sollte sich freuen, eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Körper und Geist zu beruhigen und in Einklang zu bringen. Viele lehnen Entspannungs- und Meditationsübungen ab, halten sie für unnötig, ohne sie wirklich ausprobiert zu haben.
    Die positiven Effekte des Yoga habe ich vor kurzem noch erfahren können, im Flowin-Institut einer Freundin von mir. Am selben Abend ging ich noch Tanzen (Argent. Tango), und mein Körper, wie auch mein Geist waren beweglicher.

    Ich kann nur empfehlen Methoden der Entspannung auszuprobieren. Nicht nur um leichter Schreiben zu können. Der positive Effekt auf weitere private sowie berufliche Bereiche ist enorm. Wer möchte nicht in der heutigen Zeit ruhiger und gelassener bei der Arbeit sein, und auch im privaten Alltag entspannter sein?

    Als analoges Beispiel die Geschichte des Holzfällers:

    Ein Holzfäller war fleißg bei der Arbeit, seine Axt schlug schon seit geraumer Zeit in die Bäume, und er hatte auch schon einige gefällt. Jedoch ging die Arbeit immer langsamer voran.
    Einem Passanten fiel dies auf, und er riet dem Holzfäller, seine Axt doch mal zu schärfen, da dann doch das Fällen wieder schneller und leichter von der Hand ginge.
    Doch der Holzfäller erwiederte “Kein Zeit!”

    Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen, um die eigene “Axt” zu “schärfen”.

    Arne Tietz

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