Die Fokussierung auf die inneren Achtsamkeit führt unter anderem dazu , das eigene Verhalten genauer zu erforschen. Man kann ein unerwünschtes Verhalten, das man eigentlich nicht mag, nur dann bewusst verändern, wenn man dies erforscht, wenn man genau weiß, was man tut.
Hat man zum Beispiel öfter einmal schlechte Laune und wird dann zu seinen Mitmenschen lauter, muss man verstehen, warum man schlechte Laune hat und warum man andere Menschen deswegen angeht.
Gleiches gilt für den Stress, denn Menschen die diesem ausgesetzt sind, regen sich laufend auf und schreien ihre Mitmenschen meist an.
Meistens handeln Menschen unbewusst und haben auch später Schuldgefühle, weil sie ihre Mitmenschen angeschrien haben oder ihre schlechte Laune auf andere Leute übertragen haben.
Die innere Achtsamkeit
Wenn man unbewusst handelt, kann man gar nichts verändern. Man muss lernen, seinem Innenleben besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Leider ist es aber so, dass viele Leute ihre Gefühle einfach ignorieren oder sie verdrängen. Sie wollen sich gar nicht mit sich selbst beschäftigen und ihren Problemen auf dem Grund gehen.
Selbst in Führung. Achtsam die Innenwelt meistern.
“Selbst in Führung” sein heißt, guten Zugang zu Gefühlen und Anteilen der Persönlichkeit zu haben und diese situativ bewusst zu steuern.
Die Leser erfahren, wie gute Selbstführung sie befähigt, unabhängig von alten Mustern aus ihrem inneren Selbst heraus automatische Reaktionen, schwierige Wechselwirkungen und Konflikte souverän zu meistern.
Meist schiebt man sogar Schuldgefühle zur Seite, weil man sich einredet, dass jeder Mensch so reagieren würde. Eine verständliche Reaktion, nur wird man so nichts ändern können. Möchte man sich verändern, muss man sich nun einmal um sein Inneres kümmern. Die Aufmerksamkeit muss man innen gerichtet werden.
Diese Beobachtung ist wichtig für die tiefe persönliche Veränderung. Die innere Achtsamkeit ist der Prozess, bei dem man im gegenwärtigen Moment die Aufmerksamkeit auf sein Inneres richtet. So nimmt man wahr, wie man gerade ist und was man tut. Nicht, wie etwas sein soll.
Nun muss man aber nicht erwarten, dass sich auf Knopfdruck das eigene Verhalten ändern lässt. Dies ist nur dann möglich, wenn man öfter wahrnehmen kann, wie man gerade ist.
Die Vorteile der inneren Achtsamkeit
Die innere Achtsamkeit lässt zu, dass man sich besser kennenlernen kann. So beobachtet man genau, wie unsere Wahrnehmung mittels Bewertungen und Interpretationen zu einem Reizmuster werden, was eine schlechte Reaktion hervorruft. Wenn man erst einmal ein ungünstiges Verhaltensschema erkennt, kann man auch etwas dagegen tun.
So gibt es Menschen, die in Stress überhaupt nicht mögen, wenn sie etwas gefragt werden. Sie sind mehr als entnervt und werden gegenüber der anderen Person lauter. Entdeckt man also dieses ungünstige Verhaltensschema, kann man auch etwas dagegen tun.
Mit sich selbst in Kontakt kommen
Sich selbst im inneren zu beobachten, bedeutet das man im Hier und Jetzt verweilt. Wenn man sich zurückzieht um seine Gefühle und Gedanken wahrzunehmen, wird man öfter einer bösen Situation entkommen können. Umso stärker die Fähigkeit ausgebaut ist, sich von innen zu beobachten, desto weniger wird man von seinen Reizreaktionen überflutet.
So hilft man sich und auch anderen Menschen. Es ist nicht so, dass in der Realität alles positiv oder negativ ist. Es ist unsere Sichtweise der Dinge. Achtsamkeit sorgt dafür, dass man gerade negative Dinge wieder positiv sehen kann. Aber nur, wenn man auch die negativen Dinge in seinem Denken wahrnimmt.
Verstärkung der Selbstverantwortlichkeit
Somit verstärkt die Achtsamkeit die Selbstverantwortlichkeit. Man denkt nicht nur über andere Menschen schlecht, sondern auch über sich selbst. So urteilt man vielleicht hart, weil man etwas am Computer nicht konnte. In der Situation denkt zum Beispiel eine Frau: „ Typisch Frau, keine Ahnung von Technik“.
Wenn man diese Situation etwas später noch einmal bedenkt, wird man merken, dass es gar nicht das eigene Urteil ist, sondern man dieses aufgeschnappt hat und auf sich selbst projiziert hat. Man hat dieses Urteil gehört, ist mit sich selbst unzufrieden und urteilt so auch über sich. Es scheint einfach wahr zu sein.
Ebenso gehen wir auch mit anderen Menschen um. Zieht man sich aber in einer Situation auf die Achtsamkeit zurück, wird man den unbewussten Prozess verfolgen können und selbst entscheiden, wie man reagieren möchte. Will man wirklich ein negatives Urteil abgeben oder möchte man sich freundlicher verhalten?
Achtsamkeit und Führungspersonen
Führungspersonen können Arbeitgeber, Kursleiter, Eltern und andere Menschen sein. Gerade Führungspersonen sollten sich immer vorbildlich verhalten. Sie sind Vorbilder!
Mit der inneren Achtsamkeit schult man sein Bewusstsein und kann besser funktionieren.
Führungskräfte werden so in bestimmten Situationen viel aufmerksamer und konzentrierter. Vor allem lernt man als Führungskraft nicht an Meinungen und Überzeugungen festzuhalten, wenn sie schlechte Angewohnheiten sind. Vorurteile zu erkennen und loszulassen ist für Führungspersonen sehr wichtig. Nur so werden sie akzeptiert und erhalten Respekt.
Fazit für die innere Achtsamkeit
Das Fazit der inneren Achtsamkeit ist, das man seine Fähigkeit am Leben teilzunehmen verbessern kann. So lebt man das Leben und erlebt nicht nur, wie das Leben passiert.
In diesem Text steckt viel Wahrheit.
Ich finde hier vor allen Dingen wichtig, dass man auch in der Lage ist Lösungen zu finden.
Fragen wie ” Was muss ich ändern, damit das Gefühl nicht mehr auftritt” oder ” Was will mir dieses entstehende Gefühl damit sagen?” tragen im wesentlichen zur Selbstveränderung bei und ermöglichen ein konstruktives voran kommen sowie eine Neuprogrammierung des Unterbewusstseins.
Denn immer wieder begegne ich Menschen, die vor lauter Selbstachtsamkeit die eigentlichen Dinge verharmlosen oder verdrängen. Was nicht nur schade, sondern auch ungesund ist.
Das ist auch meine Erfahrung. Die Praxis der Achtsamkeit kommt ja aus dem Buddhismus und hilft, die Bewertungen aufzuspüren und macht ihnen den Garaus. Hilft für viele Beschwerden, macht leichter, fröhlicher und gibt mehr Energie!
Ich glaube diese Achtsamkeit kann man nur ausführen, wenn man seinen Kopf ziemlich frei hat von jeglichen Problemen. Aber ich persönlich verstehe es als Anregung für mich selbst und werde es auch in Zukunft “üben”. Es wäre interessant zu wissen, wie wer empfänglich dafür ist.
Mir persönlich viel zu oberflächlich .Das Unterbewußtsein ist das stärkere .Diese hier gezeigten Verhaltensänderungen sind sehr vielseitiger und nicht so zu pauschalieren .Eine persönliche Veränderung ist so in den meißten Fällen überhaupt nicht möglich.Die Verinnerlichung des eigenen Fehlverhaltens basiert auf einer Vielzahl von Erkenntnissen von denen wir selbst nicht viel wissen.Aus dieser Sicht ist ein Aufzeigen durch außenstehende Personen außerordentlich wichtig ,weil eben diese ,im Bericht aufgezeigten Verhaltensmuster,bereits im Unterbewußtsein festgelegt sind.Reaktionen selbst wenn sie Überreaktionen sind resultieren im Allgemeinen aus Aktionen welche das Unterbewußtsein so stark manipulieren ,das das Bewußtsein genau so agiert wie das Unterbewußtsein vorgibt.Eine Veränderung also im Sinne des Artikels ist aus meiner Sicht nur unter Berücksichtigung des gesammten Situatiosablaufen des derzeitigen Lebens in Familie ,Beruf und Freizeit.
Danke, guter Text. Interessierte sollte sich auch mal dazu das Buch von Bernhard von Mutius (Hrsg.) ansehen: Die andere Intelligenz. Dort findet man auch diese Grundgedanken.